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Wichtige Tipps zum Kräuter sammeln

11. April 2017
kräuter sammeln

Der Frühling ist ja bereits in vollem Gange und damit beginnt auch wieder die Sammelzeit. Wildkräuter und -blumen sprießen an allen Ecken und die Verlockung ist groß, ein paar davon ins Körbchen zu legen. Jedoch sollte man ein paar Dinge beim Kräuter sammeln beachten.

Kräuter sammeln aber richtig

  • Lege nur die Wildkräuter in dein Körbchen, welche du kennst. Die Verwechslungsgefahr bei manchen Pflanzen ist groß und bevor es nachher böse endet, sammle wirklich nur die Kräuter die du kennst.
  • Nimm am Besten ein Bestimmungsbuch mit. Damit können viele Pflanzen von dir identifiziert werden und vor allem kannst du sie bestimmen, bevor du sie pflückst.
  • Sammle immer so, dass es nachher niemandem auffällt, dass hier etwas aus der Natur entnommen wurde. Unsere Natur ist kein Supermarkt den man plündern kann, nur weil es nichts kostet.
  • Lass bitte die Pflanzen an Ort und Stelle, welche unter Naturschutz stehen. Bist du dir nicht sicher, dann schaue in dein Bestimmungsbuch.
  • Wenn nur wenige Kräuter oder Blumen am Standort wachsen, dann entnehme auch hier nichts. So können sie sich weiter vermehren und du findest im Folgejahr eine größere Menge davon
  • Niemals die gesamte Population ernten, immer noch ein paar Pflänzchen stehen lassen. Nur so können sie sich weiter vermehren.
  • Giftpflanzen bitte stehen lassen. Auch wenn sie für dich Tabu sind, so haben sie doch einen Nutzen in der Natur. Für viele Tiere sind sie Nahrung und Unterschlupf. Leider habe ich schon oft gesehen, dass solche Pflanzen einfach niedergetrampelt werden.
  • Wildkräuter sammelt man am Besten, wenn der Morgentau abgetrocknet ist und die Sonne hoch oben am Himmel steht. Also um die Mittagszeit.
  • Beim Kräuter sammeln nur soviel ins Körbchen legen, wie ihr für euch braucht. In Deutschland gilt auch die sogenannte „Handstraußregel“, also nur soviel nehmen, wie in eine Hand passt
  • Nimm am Besten eine Schere oder Taschenmesser mit. Es gibt viele Wildkräuter, welche man nicht so einfach abknipsen kann. Ihr würdet dann der Pflanze schaden und sie komplett rausreißen.
  • Unschöne Pflanzenteile die mit Ungeziefer, Krankheiten oder Pilzen befallen sind, einfach stehen lassen und zur nächsten Pflanze gehen.
  • Sauber und sorgfältig pflücken. Das erspart euch zuhause eine Menge Arbeit.
  • Sortenrein sammeln. Nicht alles durcheinander, denn so könnt ihr später nochmals in Ruhe alles durchschauen und ihr erkennt sofort, wenn eine falsche Pflanze darunter ist.
  • Vor dem Sammeln über giftige Doppelgänger informieren und bei Unsicherheit lieber stehen lassen.
  • Beim Kräuter sammeln darauf achten, dass ihr nicht an der Hundestrecke oder an Straßen sammelt
  • Nicht in Naturschutzgebieten
  • Gedüngte Wiesen sollten ebenfalls nicht zum Sammeln verwendet werden

Wenn ihr euch an diese Tipps haltet, dann dürfte eigentlich nichts schief gehen. Geht achtsam mit unserer Natur um, nehmt euch Zeit und schaut die Pflanzen genau an. Es ist auch überhaupt nicht schlimm, wenn ihr nur wenige Pflanzen kennt. Die anderen laufen euch nicht davon und ihr könnt jedes Jahr ein paar neue Pflänzchen in euren Wissensschatz aufnehmen. Gerne könnt ihr euch auch einer Kräuterführung anschließen, da wird euch nochmals genau gezeigt, auf was es ankommt.

Nun wünsche ich euch viel Spaß in der Natur!

Eure Sarah von „Das Kräuterkörbchen“

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