Rezepte | Suppen

Neunkräutersuppe – Tradition am Gründonnerstag

13. April 2017
neunkräutersuppe

Die Neunkräutersuppe ist eine besonders schmackhafte Suppe aus neunerlei Kräutern. Schon die Germanen bereiteten diese traditionelle Suppe zu. Ihr Ansinnen war, gemeinsam das Mahl einzunehmen und sich mit den heiligen Kräften zu verbinden. Der Gründonnerstag wurde im Freien gefeiert, meist im Wald. Die ganze Nacht tanzten unsere Vorfahren durch den Wald und erneuerten somit ihre Energie und Lebenskraft.

Die Zahl Neun war schon immer eine magische Zahl. Kräuterbüschel mit 9 oder 99 Kräutern, die Todesstunde von Jesus Christus war die 9. Stunde, 3 x 3 Chöre der Engelshierarchie, 9-erlei Holz und viele andere Beispiele. Auch die uralte Redewendung „Ach du grüne Neune“ drückt ebenfalls die Wichtigkeit der grünen Kraft der 9 Kräuter aus.

Traditionell wird bei uns heute die Neunkräutersuppe am Gründonnerstag gegessen. Basis bildet meist eine Kartoffelsuppe, die mit den magischen 9 Frühlingskräutern gestärkt wird. Verwenden kann man alle Wildkräuter, welche in der eigenen Region wachsen. Unbedingt hinein sollte der Gundermann, denn dieser war schon in der stärkenden Neunkräutersuppe der Germanen beinhaltet.

Neunkräutersuppe

Zutaten:

  • 2 Zwiebeln
  • 1 EL Butter
  • 3 EL Mehl
  • 2 L Gemüsebrühe
  • 500 g Kartoffeln
  • 2 Hände voll Kräuter (z.B. Brennnessel, Gundermann, Bärlauch, Giersch, Löwenzahn, Gänseblümchen, Knoblauchsrauke, Wiesenschaumkraut, Vogelmiere)
  • Salz
  • Pfeffer
  • etwas Sahne

Zubereitung:

  • Die Zwiebeln schälen und klein schneiden
  • Kartoffeln schälen und würfeln
  • Butter in einem Topf schmelzen und die Zwiebeln glasig dünsten
  • Mehl dazugeben und etwas anrösten
  • Mit der Gemüsebrühe langsam unter rühren ablöschen, so dass keine Klumpen entstehen
  • Kartoffeln dazugeben und weich kochen
  • Zwischenzeitlich die Kräuter waschen und klein schneiden
  • Wenn die Kartoffeln weich sind, die Kräuter dazu geben und nochmals 20 Minuten köcheln
  • Mit einem Pürierstab die Neunkräutersuppe pürieren
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken
  • 1 Schuss Sahne noch dazugeben

Ich finde, dass diese eine schöne und schmackhafte Tradition ist. Die Neunkräutersuppe ist gesund, entschlackt den Körper und spendet Vitamine. Also, noch schnell raus zum Sammeln, dann könnt ihr euch heute noch dieses leckere Süppchen kochen. Übrigens schmeckt sie auch vorzüglich, wenn man Nocken in die Suppe gibt.

Viel Vergnügen beim Nachkochen und schöne Feiertage

Eure Sarah von „Das Kräuterkörbchen)

 

 

  1. Ha! Sehr interessant! Hast du deine auch im Freien gegessen heute ? Hatte ich noch nie gehört aber ich lerne ja immer gerne was Neues. Schmeckt bestimmt lecker!

    1. Liebe Gudrun,
      ja, die Suppe ist sehr lecker. Im Freien habe ich sie nicht gegessen, aber das könnte ich ja nächstes Jahr mal versuchen 🙂
      LG Sarah

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