Korbblütengewächse | Pflanzenportraits

Huflattich eine uralte Heilpflanze

5. März 2017

Wenn wir jetzt durch die Natur laufen, dann leuchten uns die kleinen sonnengelben Blüten des Huflattichs entgegen. Man könnte schon fast meinen, es sind kleine Sonnen, welche sich durch das braune Laub schieben. Der Tussilago farfara, wie er botanisch heißt, blüht von März-April und gehört zu den Korbblütengewächsen.

Am Anfang ist er blätterlos, sein Stengel geschuppt und die gelbe Blüte verwandelt sich in eine Pusteblume. Erst nach der Blüte sind die Blätter da, die auf der Unterseite wie mit Filz überzogen erscheinen. Die Pflanze enthält jede Menge Bitterstoffe, Schleimstoffe, Gerbstoffe und Pyrrolizidinalkaloide. Wegen den letzteren, gilt der Huflattich mittlerweile als giftig und sollte nicht mehr als Wildpflanze gesammelt werden. Hier sollte man tatsächlich auf die gezüchtete Form zurückgreifen und ihn in der Apotheke kaufen. Denn dort wurden die Pyrrolizidinalkaloide raus gezüchtet.

Schon Hippokrates gebrauchte den Huflattich bei Husten und auch die heilige Hildegard, Paracelsus und Bock empfahlen ihn bei Lungenleiden. Ihr seht also, dass die kleine Sonnenpflanze schon sehr lange Verwendung findet. Es gilt als Hustenlöser, Schleimlöser, bekämpft die Heiserkeit und wirkt stärkend. Man kann ihn als Tee, Sirup oder Tinktur verwenden. Selbst in der Kosmetik kommt er als Kompresse, Gesichtsdampfbad oder Gesichtswasser zum Einsatz. Er reinigt fettende Haut und klärt unreine und entzündete Haut.

Habt ihr den Huflattich auch schon im Wald entdeckt?

Eure Sarah

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.