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Haarseife mit Brennnessel und Rosmarin

28. März 2017
Haarseife mit Brennnessel

Seit vielen Jahren rühre ich meine pflegende Kosmetik nun schon selber. Das ist wie mit den Kräutern, einmal infiziert und man kommt nicht mehr davon los. Es türmen sich Fläschchen und Flaschen und meine anfängliche Schublade reicht schon lange nicht mehr. Nur an die Seife, da habe ich mich lange nicht herangetraut. Ich hatte vor der Lauge unheimlich Respekt und mein erstes Mal Seife sieden war auch dementsprechend aufregend. Dabei ist es so einfach, wenn man sich an die Sicherheitsvorschriften hält und alles ganz in Ruhe und ohne Hektik macht.

Wichtig vor allem ist, dass ihr immer entsprechende Schutzkleidung anzieht. Das können alte, ausrangierte Oberteile und Hosen sein. Ist ja auch völlig egal, euch sieht eh keiner. Dann immer Handschuhe tragen, am Besten welche die bis hoch zum Ellenbogen gehen und vor allem eine Schutzbrille. Ja, das sieht lustig aus, aber Sicherheit geht vor. Ein unbedachter Moment und euch spritzt etwas von der Lauge in die Augen…

Da wir schon seit einiger Zeit nur noch Haarseife benutzen hat es mich in den Fingern gejuckt, diese doch mal selbst zu machen. Mit einer Überfettung von 3 % ist sie für unser Haar bestens geeignet. Die Haare werden sauber und dank der Brennnessel und dem Rosmarin auch ohne Juckreiz und Schuppen.

Haarseife mit Brennnessel und Rosmarin

Zutaten:

Öle

  • Mandelöl 172 g
  • Kokosnussöl 125 g
  • Avocadoöl 72 g
  • Traubenkernöl 58 g
  • Rizinusöl 50 g
  • Aprikosenkernöl 23 g

Lauge

  • 168 g starker Tee aus Brennnessel und Rosmarin
  • 70,76 g NaOH

Duft

  • 10 g Lemongrasöl oder ganz nach Wunsch

Zubereitung:

  • Tee für die Lauge mit destilliertem Wasser zubereiten und abkühlen lassen. Ihr könnt ihn auch schon am Vorabend abkochen, dann ist er am nächsten Tag auf jeden Fall kalt
  • Da NaOH unter Rühren in den Tee geben, dabei unbedingt die Sicherheitsvorkehrungen beachten!!!!!
  • Das Kokosöl einschmelzen und die flüssigen Öle dazu geben
  • Wenn die Lauge handwarm ist, von außen am Behälter fühlbar, dann unter Rühren in das ebenfalls handwarme Öl gießen
  • So lange rühren, bis der Seifenleim „zeichnet“, also die Konsistenz von Pudding hat
  • Nun den Duft noch einrühren
  • Seifenleim in die gewünschte Form gießen und zugedeckt für 24 – 48 Stunden schlafen legen
  • Ist die Seife fest, dann ausformen und ggf. in Stücke schneiden
  • Reifezeit 40 Tage

Ihr solltet zur Sicherheit jedes Rezept nochmals mit dem Seifenrechner nachrechnen. Fehler können sich überall einschleichen und es wäre ja schade, wenn eure Seife am Ende nichts geworden ist. Ein zuverlässiger Seifenrechner findet ihr hier. Auch ganz praktisch, wenn ihr das eine oder andere Rezept mal abändern möchtet.

Und noch eine Bitte: Seid ihr Anfänger, dann lest euch bitte gut ein oder besucht doch bestenfalls einen Seifensiedekurs. Diesen findet ihr bestimmt in eurer Nähe und er macht garantiert viel Spaß.

Gutes Gelingen beim Seife sieden!

Eure Sarah von „Das Kräuterkörbchen“

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