Dickblattgewächse | Pflanzenportraits

Gewöhnliche Hauswurz (Sempervivum tectorum)

11. März 2017

Meist kennen wir die Hauswurz nur aus unseren Gärten, auf Mauern und Dächern. Doch sie kommt auch vereinzelt an sonnigen Standorten auf trockenen Steinböden vor. Da sie in freier Wildbahn nur noch selten auftritt ist sie geschützt und darf nur aus dem eigenen Garten entnommen werden.

Schon in der Antike wurde die Hauswurz als blitzabwehrende Zauberpflanze geschätzt. Die römischen Kaiser trugen die Rosetten als Kranz auf dem Kopf um sich somit vor Blitzen zu schützen. Karl der Große soll die Hauswurz wohl auf seinen Dächern gepflanzt haben, um ebenfalls vor Blitzen geschützt zu sein. Doch heute weiß man, dass die genügsame Hauswurz weit mehr kann, als nur Dächer und Mauern zu begrünen.

Schon Dioscorides schätzte die Hauswurz in seinem „Kreutterbuch“ von 1610 und sprach ihr Kraft und Vermögen zu. Ebenso hat diese Pflanze bei Maria Treben einen Platz unter den 40 wichtigsten Heilpflanzen gefunden.

Inhaltsstoffe:

  • Gerbstoffe
  • Schleimstoffe

Heilwirkung:

  • entzündungshemmend
  • schmerzstillend
  • kühlend
  • hautheilend

Anwendungsgebiete

  • bösartige Hautleiden
  • Insektenstiche
  • Gürtelrose
  • rissige Haut
  • Rotlauf
  • Altersflecken
  • Hautausschläge
  • Leberflecken
  • Muttermale
  • Pigmentflecken

Man verwendet in der Volksmedizin den Saft der fleischigen Blätter. Dafür schneidet man die Blätter der Länge nach auseinander und bestricht die betroffenen Stellen mit dem austretenden Saft. Auch kann man die Blätter zu Brei zerquetschen und als Umschlag auflegen.

Gesammelt werden die frischen Blätter von März bis Oktober. Im Juli und August erfreut sie uns mit ihren roten Blüten.

Nutzt ihr die Hauswurz auch oder greift ihr lieber zu Aloe Vera?

Eure Sarah von „Das Kräuterkörbchen“

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.