Korbblütengewächse | Pflanzenportraits

Gänseblümchen – die Heilpflanze nicht nur für Kinder

27. März 2017

Gänseblümchen, schon als Kind habe ich dieses kleine Blümchen geliebt. Die Wiesen waren voll mit diesen kleinen, weißen Blüten. Wie oft haben wir kleine Sträußchen damit gebunden oder einen Haarkranz gebastelt. Später dann war es eine Orakelblume „er liebt mich, er liebt mich nicht…“ Aber das kennt ihr sicherlich alle. Jedoch wusste ich damals noch nicht, dass das Gänseblümchen eine wichtige Heilpflanze ist und sogar in der Küche verwendet werden kann.

Bellis perennis wie es botanisch korrekt heißt, ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütengewächse. Es erfreut uns mit seinen weißen und nach außen hin rot gefärbten Blüten oftmals schon ab Januar bis in den November hinein. Eigentlich blüht es fast ohne Pause das ganze Jahr über. Die Stängel sind blattlos und mit je einem Blütenkörbchen geschmückt. Blätter findet man nur am Boden in einer Rosette. Als Nährstoffzeiger findet man das Gänseblümchen in Gärten, Parks, Wiesen und Weiden. Nachts und bei kühlem Wetter sind die Blüten geschlossen und das zierliche Blümchen kann sogar bis -15° C ertragen.

Als Heilpflanze hat das Massliebchen, wie es auch genannt wird, erst ab dem Mittelalter eine Rolle gespielt. Es galt als hervorragendes Wundkraut. Dagegen ist es in der Volksmedizin sehr beliebt. Vor allem für Kinder ist das milde Gänseblümchen eine wertvolle Heilpflanze.

Früher wurde das Gänseblümchen der germanischen Göttin Freya zugesprochen. Später wurde es dann von den Christen der Jungfrau Maria zugesprochen. Einer Legende nach ist es aus den Tränen der Heiligen Jungfrau Maria entsprungen und die rötlichen Spitzen der Zungenblüten aus einem Blutstropfen.

Gänseblümchen kennt doch jedes Kind

Inhaltsstoffe:

  • Bitterstoffe
  • Gerbstoffe
  • Saponine
  • Flavonoide
  • Kalium
  • Calcium
  • Magnesium
  • Eisen
  • Vitamin A, C
  • ätherisches Öl
  • Inulin

Heilwirkung:

  • schleimlösend
  • blutreinigend
  • blutstillend
  • harntreibend
  • krampfstillend
  • schmerzstillend
  • stoffwechselanregend
  • hautklärend
  • entschlackend

Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde:

  • bei Erkältungen
  • Husten
  • Hautunreinheiten
  • Akne
  • Milchschorf
  • Geschwüren und Ekzemen
  • Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen
  • entzündeten Hautstellen
  • juckenden Hautstellen
  • zur Blutbildung
  • um den Stoffwechsel anzuregen
  • Entgiftung
  • Leberleiden
  • Menstruationsbeschwerden

Ihr könnt das Gänseblümchen innerlich als Tee oder Honig zubereitet einnehmen, äußerlich in Form einer Frischpflanzen-Auflage, in Cremes oder Salben.

Die Blüten aber auch die Blätter können vielfältig in der Wildkräuterküche genutzt werden. Als Dekoration, in Quarks oder Quiche, in Salaten, in Frischkäse oder Gemüse oder die Blütenknospen als falsche Kapern.

Also lieber vor dem Rasenmähen nochmals kurz die Blüten ernten und entweder frisch verarbeiten oder zum Tee trocknen.

Eure Sarah von „Das Kräuterkörbchen“

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