Allgemeines | Brennnesselgewächse

Brennnessel eine geschätzte Heilpflanze

20. März 2017

Wahrscheinlich kennt sie jeder von, die Brennnessel, eine Gattung der Brennnesselgewächse. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um die große (Urtica dioica) oder die kleine (Urtica urens) handelt. Brennhaare haben sie beide und die Quaddeln die sich nach dem Verbrennen auf der Haut bilden, können recht schmerzhaft sein. Doch so schlimm ist es eigentlich gar nicht, denn nach spätestens einer halben Stunde sind diese verschwunden. Positiver Nebeneffekt – sie haben die Durchblutung angeregt. Es soll ja sogar Menschen geben, die sich nackt durch ein Brennnesselfeld rollen um die Durchblutung zu verbessern. Früher wurden sogar Rheuma- oder Gichtkranke mit Brennnesseln durchgepeitscht.

Schon in der Antike war die Brennnessel als Heilpflanze sehr geschätzt. Dioskurides verwendete sie bei Drüsenschwellungen, Geschwüren, Furunkeln und Lungenentzündung. Auch bei der heiligen Hildegard von Bingen durfte die Brennnessel nicht fehlen. Sie wächst vor allem da, wo Menschen wohnen doch auch an Wegrändern, Schuttplätzen, Gräben und Zäunen. Die Brennnessel ist auch ein Stickstoffanzeiger, was die Menschennähe erklärt.

Inhaltsstoffe:

  • Vitamine A,C,E
  • Histamin
  • Serotonin
  • Flavonoide
  • Fett
  • Kohlenhydrate
  • Magnesium
  • Kalium
  • Eisen
  • Silicium
  • Eiweiß

Heilwirkung:

  • harntreibend
  • blutbildend
  • blutreinigend
  • entgiftend
  • krebsvorbeugende
  • blutzuckerspiegelsenkend
  • entzündungshemmend
  • Stoffwechselfördernd
  • vitalisierend
  • Blutdrucksenkend
  • schleimlösend

Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde:

  • als Frühjahrskur zur Anregung des gesamten Körperstoffwechsels
  • bei Gicht, Rheuma und Hautkrankheiten
  • als Tee für Leber, Galle und Niere
  • blutbildend bei Erschöpfungszuständen oder leichten Anämien
  •  gutartigen Prostatavergrößerungen
  • bei Verdauungsleiden
  • Kopfschuppen und fettigem Haar
  • Menstruationsbeschwerden

Auch im Garten hat die Brennnessel ihren Nutzen. Sie kann als Dünger oder Jauche eingesetzter werden. Vor allem die Tomatenpflanzen belohnen uns mit einer reichen Ernte. Sie ist Lebensraum für den „Kleinen Fuchs“, den „Admiral“ oder dem „Tagpfauenauge“.

In der Küche kann die Brennnessel vielfältig verwendet werden. Im Quark, in der Suppe, im Gebäck, im Salat oder als Gemüse. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und selbst als Süßspeise zubereitet schmeckt sie sehr lecker.

Ist die Brennnessel für euch ein schlimmes Unkraut oder schätzt ihr dieses Wildkraut ebenso wie ich?

Eure Sarah von „Das Kräuterkörbchen“

 

    1. Vielen Dank für den Tipp! Geröstete Brennnessel in Butter und Zwiebel hört sich toll an, das werde ich auf jeden Fall ausprobieren 🙂

      LG Sarah

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