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Behaartes Schaumkraut – Kresse vom Wegesrand

4. April 2017
behaartes Schaumkraut

Klein und unscheinbar aber dennoch vielzählig finden wir das behaarte Schaumkraut in unseren Gärten und Wiesen. Auch in unseren Blumentöpfen macht es sich gerne breit und reckt seine kleinen, weißen Blüten in den Himmel. Das zierliche Pflänzchen, welches zu den Kreuzblütengewächsen zählt, wird gerade mal 7 – 30 cm hoch.

Behaartes Schaumkraut (Cardamine hirsuta) steckt voller Vitamin C und erinnert mit seinen Senfölglykosiden geschmacklich an Kresse.

Das Schaumkraut bildet stets eine Grundrosette, die Blätter sind gefiedert und behaart und hat mehrere, an der Basis verzweigte, kantige Stängel. Die Schoten werden etwa 2,5 cm lang und stehen aufrecht. Beim Berühren der Früchte platzen diese und die Samen werden bis über 1 Meter geschleudert.

Aber anstatt sich über die kleine Pflanze zu ärgern, sollte man diese doch lieber sinnvoll nutzen. Die Blätter der Grundrosette können von März bis Mai für Salate, Gemüsegerichte, Suppen, Kräuterbutter oder Pesto genutzt werden. Die Wurzeln sind recht würzig und peppen als Zugabe so manches Gericht auf . Die zarten Blüten sind dezent im Geschmack und sind eine würzige und essbare Dekoration. Verwenden kann man die Blüten mitsamt den zarten Stängelchen auch von März bis Mai. Selbst die Samen lassen sich als schmackhafte Zugabe zu Salatgerichten nutzen.

Das behaarte Schaumkraut schmeckt wirklich lecker wie Kresse und 100 g dieses Krautes decken den 3-fachen Tagesbedarf. Die enthaltenen Senfölglycoside regen die Leber- und Gallenfunktion an und wirken ebenfalls krampflösend, verdauungsfördernd oder bei rheumatischen Beschwerden.

Es lohnt sich also, behaartes Schaumkraut als frühlingsfrisches Wildkraut zu betrachten und es sich in den Salat, aufs Brot oder in ein Kräutersalz zu mischen.

Eure Sarah von „Das Kräuterkörbchen“

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